Unsere 4 „Wilden Samstage“ richten sich an alle Naturinteressierte und werden in Kooperation zwischen Freundeskreis Botanischer Garten Oberholz e.V. und der Sächsischen Landesstiftung LaNU kostenfrei angeboten.

Sa 2.4.2022                    10 – 15 Uhr

 

1. Wilder Samstag: Auf den Spuren der Amphibien

 

Wenn die Temperaturen langsam steigen erwachen auch die Amphibien, auch als Lurche bezeichnet, aus ihrer Winterruhe.

 

Der Name Amphibien leitet sich vom griechischen amphi =beidseitig und bios = Leben ab.

 

Denn fast alle Amphibien machen im Laufe ihres Lebens eine sog. Metamorphose durch, was Umwandlung, Verwandlung bedeutet. Bekanntestes Beispiel ist der Frosch, der sein Aussehen im Laufe seiner Entwicklung verändert: von der im Wasser lebenden Kaulquappe, die mit Kiemen atmet findet die Umwandlung in mehreren Schritten zum Frosch statt, der über Lungen atmet und an Land lebt.

 

Mit der Metamorphose einher geht meist auch der Wechsel des Lebensraumes, vom Wasser zum Landleben.

 

Gemeinsam gehen wir auf Entdeckertour, um die Welt der Amphibien zu erkunden: welche Arten gibt es, wie leben sie, welche Lebensräume besiedeln sie?

 

Entlang von Amphibienzäunen zwischen Störmthal und Oelzschau können wir jetzt die Kröten und andere Lurche auf ihrer Wanderung zu den Teichen und Tümpeln oder Restwasserlöchern beobachten, die wir im Oberholz und in der Bergbaufolgelandschaft am Störmthaler See erkunden.

 

Mit zum Thema passenden Spielen und Bastelaktionen.

 

Treffpunkt: Parkplatz Aussichtspunkt Störmthaler See

Verpflegung und geeignete Kleidung nicht vergessen

 

Lothar Andrä, Geprüfter Natur-und Landschaftspfleger und Muldentalranger,

Heike Schüürmann, Biologin

Sa 18.6.2022             10 - 15 Uhr

 

2. Wilder Samstag: Gänseblümchen, Spitzwegerich und Co

 

Wer kennt das Gänseblümchen nicht aus zahlreichen Liedern und Reimen der Kinderzeit oder hat nicht schon Kränze damit geflochten? Oder den Spitzwegerich als „Grünes Pflaster“ verwendet?

Wir werden diese beiden Wildkräuter und auch andere besser kennenlernen, sammeln und Interessantes zu ihrer Verwendung erfahren, Rezepte ausprobieren und verkosten. Und gern auch Kränze binden!

 

Treffpunkt: Botanischer Garten Oberholz

Heike Schüürmann, Biologin und Dr. Hannelore Pohl, Diplom-Agraringenieurin

 

 

Sa 2.7.2022    10 - 15 Uhr

 

3. Wilder Samstag: Reptilien

Reptilien, auch Kriechtiere (lat. reptilis = "kriechen"), sind wechselwarme Wirbeltiere, deren Körpertemperatur stark von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Sie sind „Kinder der Sonne“. Die beschuppte Haut dient als Verdunstungsschutz und ermöglicht ein vom Wasser unabhängiges Leben. Reptilien regeln ihre Körpertemperatur durch gezieltes Aufsuchen von Sonnplätzen oder beschatteten Bereichen.

 

Den meisten Menschen wird es ein wenig mulmig, wenn sie infreier Natur einer Schlange begegnen. Meist handelt es sich um häufigere und vollkommen harmlose Ringelnatter, die sich an unseren (Garten)Teichen ab und zu blicken lässt.

 

Nach einem einführenden Kurzvortrag im Botanischen Garten Oberholz begeben wir uns ins Oberholz bis zur Offenlandschaft am Störmthaler See.

 

Auf unserer Entdeckertour nach diesen Verwandten von Krokodil und Schildkröten hoffen wir an einem warmen Tag Schlangen und Eidechsen bei ihrem Sonnenbad beobachten zu können.

 

Mit einer kleinen Bastelaktion und einem Quiz wird der Wilde Samstag abgerundet.

 

Treffpunkt: Parkplatz Aussichtspunkt Störmthaler See

Verpflegung und geeignete Kleidung nicht vergessen.

 

Lothar Andrä, Geprüfter Natur-und Landschaftspfleger und Muldentalranger, Heike Schüürmann, Biologin

17.9.2022        10 bis 15 Uhr 

 

4. Wilder Samstag: Die faszinierende Welt der Bodenlebewesen

Unter unseren Füßen tobt das Leben – und wir bekommen es gar nicht mit!

Auf der Bodenoberfläche, der Streuschicht, und im Erdreich selber leben unzählige Lebewesen, die beim Abbau und Umbau von organischer Substanz eine wichtige Rolle spielen: Blätter, Nadeln und Äste, die von den Bäumen und anderen Pflanzen fallen, würden sich im Laufe der Zeit zu riesigen Bergen anhäufen, wenn nicht winzige Bodenlebewesen dieses Materialzu Humus zerkleinern und zersetzen würden. Und auch tote Tiere müssen diesen Prozessen unterworfen werden. Ein Teil dieses Humus wird vollständig abgebaut und in mineralische Form überführt.

Dadurch werden Nährelemente freigesetzt, die von den Wurzeln der Pflanzen wieder

aufgenommen werden können. So schließt sich der Kreislauf nach dem Motto: die Natur verschwendet nichts.

 

Mit einfachen Mitteln werden wir in diese unbekannte Welt eintauchen und mit Becherlupen und Mikroskopen auf Entdeckertour in dieses faszinierende Ökosystem Boden gehen.

Bei Experimenten, Spielen und verschiedenen Aktivitäten gewinnen die Teilnehmer einen Eindruck von diesem bemerkenswerten Netzwerk, ohne das ein Leben auf der Erde undenkbar wäre.

 

Treffpunkt: Eingang Waldgebiet Oberholz, Mühlweg

Verpflegung und geeignete Kleidung nicht vergessen.

Heike Schüürmann, Biologin

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